Ein Baudenkmal ist eine bauliche Anlage, deren Erhaltung im öffentlichen Interesse liegt — weil sie geschichtlich, künstlerisch, wissenschaftlich oder städtebaulich bedeutsam ist. Dazu zählen Wohnhäuser ebenso wie Kirchen, Industriebauten, Brücken oder ganze Hofanlagen.
Was genau als Baudenkmal gilt, regeln die Denkmalschutzgesetze der Bundesländer — Denkmalschutz ist in Deutschland Ländersache. Je nach Land entsteht der Schutz bereits mit Erfüllung der gesetzlichen Merkmale oder erst mit der Eintragung in die Denkmalliste. Der Begriff Baudenkmal ist dabei Teil des größeren Oberbegriffs Kulturdenkmal.
Was der Status für Eigentümer bedeutet
Der Denkmalstatus bringt Pflichten und Chancen zugleich. Eigentümer müssen das Baudenkmal erhalten und Veränderungen — von der Fassade bis zu den Fenstern — von der Denkmalbehörde genehmigen lassen. Im Gegenzug stehen Förderungen und erhebliche Steuervorteile offen, allen voran die Denkmal-AfA.
Warum ein Baudenkmal eine besondere Versicherung braucht
Für die Versicherung ist entscheidend: Ein Baudenkmal hat einen höheren Wiederaufbauwert als ein vergleichbarer Neubau. Historische Materialien, alte Handwerkstechniken und denkmalrechtliche Auflagen verteuern den Wiederaufbau im Schadensfall deutlich. Eine Standard-Wohngebäudeversicherung mit pauschaler Quadratmeter-Bewertung unterschätzt diesen Wert regelmäßig.
Wer ein Baudenkmal besitzt, sollte den Gebäudewert deshalb individuell ermitteln lassen — die kostenlose Wertermittlung liefert dafür eine erste Grundlage. Welche Police zu einem geschützten Gebäude passt, zeigt die Seite Wohngebäudeversicherung für Denkmäler. Ob ein Haus überhaupt unter Schutz steht, klärt der Ratgeber Wann steht ein Haus unter Denkmalschutz?.
