Ein Einzeldenkmal ist ein Gebäude oder eine bauliche Anlage, die aus eigenem Recht unter Denkmalschutz steht — wegen ihrer eigenen geschichtlichen, künstlerischen oder städtebaulichen Bedeutung. Es ist der Normalfall, an den die meisten beim Wort „Denkmal" denken.
Der Gegenbegriff ist das Ensemble (auch Denkmalbereich): Dort steht eine ganze Gruppe von Gebäuden als Gesamtheit unter Schutz, und das einzelne Haus kann auch ohne eigenen Denkmalwert dazugehören. Wie das funktioniert, erklärt der Eintrag Ensembleschutz.
Was beim Einzeldenkmal geschützt ist
Der entscheidende Unterschied liegt im Umfang des Schutzes. Beim Einzeldenkmal ist häufig nicht nur die äußere Erscheinung geschützt, sondern auch das Innere — etwa historische Treppen, Stuckdecken, Türen, Böden oder die Raumstruktur. Beim bloßen Mitglied eines Ensembles zählt dagegen oft nur das, was von außen sichtbar ist.
Warum das für die Versicherung zählt
Dieser weitreichende Schutz wirkt sich direkt auf den Wiederaufbauwert aus. Beim Einzeldenkmal muss im Schadensfall unter Umständen auch wertvolle, denkmalgeschützte Innenausstattung fachgerecht wiederhergestellt werden — mit Restauratoren und Spezialmaterialien. Eine pauschale Bewertung nach Wohnfläche greift hier zu kurz.
Der Wiederaufbauwert eines Einzeldenkmals sollte deshalb sorgfältig berechnet werden — wie das geht, zeigt der Ratgeber Wiederaufbauwert berechnen. Welche Schutzstufen es gibt, erklärt der Ratgeber Denkmalschutz-Kategorien.
