Eine Stuckdecke ist eine Decke, die mit Stuck verziert ist — einem formbaren Kalk- oder Gipsmörtel. Stuckdecken reichen vom schlichten Deckenspiegel mit Profilleisten bis zu reich modellierten Rosetten, Gesimsen und Ornamenten.
Ihre Blütezeit hatte die Stuckdecke in Barock, Klassizismus und Gründerzeit. In Altbau- und Gründerzeitwohnungen ist sie ein prägendes Schmuckelement — und ein empfindliches: Stuck reißt bei Erschütterung, löst sich bei Feuchtigkeit und ist bei einem Wasserschaden von oben akut gefährdet.
Bedeutung für Denkmaleigentümer
Originaler Stuck gehört bei einem Denkmal zum geschützten Bestand. Beschädigte Partien werden nicht ausgetauscht, sondern restauriert oder nach Originalbefund ergänzt — durch Stuckateure, oft mit vor Ort abgenommenen Formen. Das ist Kunsthandwerk und entsprechend zeitaufwendig.
Die Stuckdecke in der Versicherung
Eine Stuckdecke ist im Schadenfall teuer: Nach einem Leitungswasser-, Brand- oder Sturmschaden ist die denkmalgerechte Restaurierung um ein Vielfaches aufwendiger als eine glatte Neuverputzung. Diese Gefahren sind über die Wohngebäudeversicherung gedeckt — vorausgesetzt, der Wiederaufbauwert bildet den Stuck realistisch ab.
Wie sich Stuckdecken und Fresken gezielt absichern lassen, behandelt der Ratgeber Stuckdecken & Fresken versichern. Eine Werteinschätzung für Ihr Objekt liefert die kostenlose Wertermittlung.
