Als Gefache bezeichnet man die Felder zwischen den tragenden Hölzern eines Fachwerks. Das Holzskelett trägt die Lasten des Gebäudes; die Gefache füllen die Flächen dazwischen aus, ohne selbst tragend zu sein.
Traditionell wurden Gefache sehr unterschiedlich ausgefüllt: mit einem Geflecht aus Staken und Lehm, mit Ziegeln (Ziegelausfachung) oder mit Bruchstein — je nach Region und Epoche. Sichtbar ist meist nur der Putz oder das Mauerwerk; die Konstruktion dahinter bestimmt das bauphysikalische Verhalten der Wand.
Bedeutung für Denkmaleigentümer
Die Gefache sind Teil des denkmalgeschützten Gefüges. Bei Reparaturen kommt es auf die Materialverträglichkeit an: Eine Ausfachung muss diffusionsoffen bleiben, damit das umgebende Holz trocken bleibt — Kalkputz und Lehm statt Zement. Falsch saniert, werden gerade die Gefache zur Feuchtefalle für das Fachwerk.
Was das für die Versicherung bedeutet
Schäden an den Gefachen — etwa wenn ein Sturm die Fassade beschädigt — sind über die Wohngebäudeversicherung im Rahmen der versicherten Gefahren gedeckt. Die denkmalgerechte Wiederherstellung in historischer Technik ist jedoch aufwendig und muss im Wiederaufbauwert berücksichtigt sein.
Den vollständigen Überblick zur Absicherung eines Fachwerkhauses gibt der Ratgeber Fachwerkhaus versichern. Eine Werteinschätzung liefert die kostenlose Wertermittlung.
