Ein Schieferdach ist mit Platten aus Naturschiefer gedeckt — einem Gestein, das sich in dünne, feste Platten spalten lässt. Schiefer ist langlebig, witterungsbeständig und nichtbrennbar.
Schieferdächer prägen historische Gebäude vor allem in den Mittelgebirgsregionen — vom Sauerland über die Eifel bis ins Bergische Land. Verlegt wird Schiefer in verschiedenen Deckarten wie der Altdeutschen Deckung, oft auch an Fassaden. Die handwerkliche Verlegung ist anspruchsvoll und Sache erfahrener Dachdecker.
Bedeutung für Denkmaleigentümer
Ein Schieferdach ist Teil des historischen Erscheinungsbilds und steht bei einem Denkmal in der Regel unter Schutz. Eine Umdeckung verlangt wieder Naturschiefer in der ortstypischen Deckart — Kunstschiefer oder andere Materialien sind meist nicht genehmigungsfähig. Reparatur und Neudeckung gehören in fachkundige Hände.
Das Schieferdach in der Versicherung
Versicherungstechnisch ist Schiefer eine harte, nichtbrennbare Bedachung und damit brandschutztechnisch günstig eingestuft — anders als ein Reetdach. Sturm und Hagel können dennoch einzelne Platten lösen oder brechen; solche Schäden sind über die Wohngebäudeversicherung gedeckt. Entscheidend ist der Wiederaufbauwert: Eine denkmalgerechte Neudeckung mit Naturschiefer ist deutlich teurer als ein Standarddach.
Wie eine Schadensregulierung am Schieferdach Schritt für Schritt abläuft, zeigt der Ratgeber Sturmschaden am Schieferdach. Eine erste Werteinschätzung liefert die kostenlose Wertermittlung.
